|<---------- Breite: 74 Zeichen - fixed font: Courier New, 10 ---------->| n0name newsletter #52 Do., 28.07.2005 22:52 CET *Inhalt/Contents* 1. Editor(i)al 2. "ASCII-Flyer sind rot" Flyer, die ohne Papier und nicht ueber die Clubgarderobe per E-Mail zu uns kommen, gehoeren in eine bestimmte Rubrik 3. Nick. _Roman_ (Fortsetzungsroman) Teil 17 4. Gaffa Tape Album? CD? Folder? Caplism Is In Da House ?? KB, ca. ?? DIN A4-Seiten -------------------------------------------------------------------------- 19./20. august 2005 curmbox sound art fest berlin 2005 | durchgehend geoeffnet | sparwasser hq | eintritt frei Mit 38317 live! via Mobiltelephon aus Polen sparwasser hq, torstr. 161, berlin, http://www.sparwasserhq.de aktualisiertes programm: http/experimentalelektronik.de kontakt: +49-172-6737416 info [at] experimentalelektronik.de -------------------------------------------------------------------------- 1. Editor(i)al Sind Chats nicht eigentlich der bessere Text? Ali Emas n0name -------------------------------------------------------------------------- Am Dienstag, dem 05.07.2005 wurde zeitgleich gegen 06:30 Uhr eine Hausdurchsuchung bei Mag Wompel (verantwortliche Chefredakteurin labournet.de), Wolfgang Schaumberg (Vorstandsvorsitzender des Traegervereins) und Ralf Pandorf (Redaktion und Vorstand), alle wohnhaft in Bochum, durchgefuehrt. Es wurden saemtliche Computer (Laptops, Server, Ersatzgeraete), viele CD-ROMs, Disketten und Teile des archivierten Schriftverkehrs beschlagnahmt. http://www.labournet.de/ueberuns/beschlagnahme/index.html -------------------------------------------------------------------------- 3. Matze Schmidt "ASCII-Flyer sind rot" erweiterte Version (inkl. original Lektoren- und Autoranmerkungen!) Flyer, die ohne Papier und nicht ueber die Clubgarderobe per E-Mail zu uns kommen, gehoeren in eine bestimmte Rubrik, und zwar eine, die sie selbst sind. Damit sind sie aber nicht gleich blosz kuenstlerisch selbstreflexiv oder Accessoire fuer den Tekkie, weil angeblich digital. Digital sind sie nur, weil sie mittels digitaler Prozessierung auf erweiterten Schreibmaschinen hergestellt wurden. Was sie sind, ist ihre soziale Rahmung. M.a.W., ihr genuines Aktionsgebiet ist nicht der offizielle Katalog oder objektive Sammelband. Ihr Museum ist die ueberquellende Mailbox. Aber das, "was bleibt" (ist nicht der Katalog und schon gar nicht irgendein authentischer Ort, der ihnen zugewiesen werden koennte, weil sie meistens unterwegs sind), ist nicht das, was sie sind. Dieser temporale Identitaets-Konflikt, der fuer alle Objekte der theoretischen Anschauung gilt -- und im Begriff der Transitivitaet von der philosophierenden Kunstgeschichte rekuperiert worden ist -- naemlich im Moment von Beobachtung den blinden Fleck aus eben dieser Beobachtung zu erzeugen, distanziert generell alle Flyer von dem, was vulgaer mit Freud und Marx die analfixierte Akkumulation von Wert ist. Denn papierlose Flyer -- dem verbal-textuellen Chat verwand -- sind schneller, vielfaeltiger, wandlungsfaehiger, ephemerer als die Musealisierung. Das gilt uebrigens fuer alle Produktion, denn Musealisierung ist ja exaktementol Nicht-Produktion sondern Aufbewahrung. Flyer koennen zwar gesammelt werden, aber bei E-Mail-Flyern geht es um einen Mix aus Distribution und Zugriff. ASCII-Flyer sind ja quasi mit diesem endlosem OpenSource (OS) Kredit versehen, mal abgesehen von allen laufenden Kosten. D.h., wenn sie im E-Mailclient erscheinen, sind sie komplett, denn jedes ihrer Zeichen aus dem QWERTY-oder-was-auch-immer-Fundus ist direkt ohne Umwege ueber umstaendliche Remixfilter und diskret adressierbar, kann also ausgetauscht werden, was bedeutet, dass der gesamte Text umgeschrieben werden kann, eben weil ihr Code offen liegt -- "echte" E-Mail-Flyer sind also zuallererst ASCII- bzw. Text-E-Mails. Nicht so bei den E-Mail-Flyern, die als Attachments aus fixen GIFs oder PNGs geschickt werden und deren Elemente nicht diskret vorliegen; ein Remix / O, Remixkultur / kann hier nicht einfach auf die Bestandteile aller Ebenen zugreifen. ASCII ist struktural ... wenn man die ganze ohnehin verkuerzende Internetanschlussoekonomie mal beseite laesst und dass man diese elektronische Schreibmaschine braucht. Ihr Status als quasi-OS ist aber auch ihre Aura, ihr Nimbus. Die ASCII-Graffity-Typos der NFOs (den Info-Dateien) der Cracker zeigen das. Du kannst es gerade noch lesen, aber eigentlich soll es schon kryptisch sein. Ihre Fluiditaet, die fuer alle digitalen Gueter gelten mag, und ihre endlose, kostenmaeszig gegen Null gehende Kopierbarkeit machen sie zum utopistischen Residuum im Zwischenbereich von Schrift und Sprechen. Texte, die Bilder sind und vice versa, sind hybrid, wie angeblich der Berliner Schluessel mit den zwei Baerten; soviel kann man von der Neuen Medientheorie lernen. Doch wie es scheint, sind E-Mail-Flyer mit der Rubrizierung "Mailart", mit "ASCII-art" und mit "Rebellion der Zeichen" zufrieden, und dieses Zufrieden-Sein ist das Problem. Das Problem ihrer _Rubrizierungs-Oekonomie_. Wenn aber ihre Rubrizierung, sozusagen ihre »Abschnittisierung«, ihr Meta Cut-up, ihre Geschwindigkeit aber aus ihnen selber kommen sollen, dann haetten wir damit den Standard buergerlicher Kunst-Kategorisierung wieder erreicht und reproduziert, mit allen Subphaenomen wie Unterschied, Distinktion, Branding, Autonomie usw.: Kunst sei das, was auf sich selbst verweist und nichts ihr Aeuszerlichem verpflichtet ist, aber dennoch "Alles Andere" mit einschlieszt. Das ist das originaere gesellschaftsbezogene, aber die Autonomie der Kunst im 19. Jahrhundert formulierende "l'art pour l'art". Dabei predigen erfahrene ASCII-Meister wie Markus Gebhard, dass alle Inhalte durch ("dia") etwas, und grafisch ("gramm") gesehen werden koennen, und dass es ein spasziges artisan-Handwerk ist, die Moeglichkeiten von Text mit einem Tool zu vergroeszern. So spricht der Erbauer des JavE (Java ASCII Versatile Editor), dem Freeware ASCII-Grafik-Editor auf der Basis des "Java Runtime Environment" von Sun: _____________________________________ ,' create Ascii art ! `. / draw sketches for e-mails ! \ | comment source code of programs ! | | diagrams for visually handicaped people ! | \ ... ! / `._______ ____________________________,' /,' O /' /|- /| (nach http://www.jave.de) Mit diesem medialen Handwerk wird dem Nimbus das genommen, was fuer Punk Ende der 1970er das Diktum war, naemlich per Bedienungsanleitung und ihrer Missachtung das zu vollfuehren, was die Gentleman-Kuenstler des Kaiserlichen China genau nicht Hobby nennen konnten (weil denen nichts anderes blieb) und was echten Dilletantismus genau nicht ausmacht. Zeichen, die grafisch gegen ihren Auftrag, textuelle Syntax zu bilden, auf der Flaeche so verteilt werden, dass sie Gebilde bilden, klingt so, als wuerde jemand etwas gegen etwas verwenden. Das nennt man Widerstand. "Am schoensten sind die Flyer, die von Programmen erstellt wurden." Und die schlausten sind die, welche die Maschine die Arbeit erledigen lassen. Missachtung + Bedienungsanleitung der Missachtung. --------------------schnipp-------------------- ASCII-Flyer = txt-Flyer. Der America Standard Code for Information Interchange (ASCII) bringt eine nonproportionale Schrifttype (fixed-pitch font) hervor, bei der die einzelnen Textelemente, die Buchstaben, sich nicht proportional zu ihren jeweiligen Nachbarn in der Zeile verhalten. Die Zeilenlaenge dieser gefixten Type laesst sich also deshalb perfekt kalkulieren, weil alle Zeichen absolut den gleichen Platzbedarf haben (uniform character width), was wichtig ist, um kohaerente grafische Figuren zeichnen zu koennen, die konvertiert in andere Schrifttypen sofort auseinanderfallen wuerden, was dann zu ueberraschenden Ergebnissen fuehrt, z.B. dem beruehmten Picasso- Experiment mit abgebrochenen Nasen usw. ICH KENN DAS BERUEHMTE EXPERIMENT NICHT – VIELLEICHT EIN SATZ ZUR ERLAEUTERUNG? Das ist ein Insider-Witz & Allgemeinplatz zugleich: Picasso steht hier stellvertretend fuers An-Anatomische (im Sinn des Kubismus) und die Aufhebung der Ordnung, die fuer den ASCII-Stil und seine Typo-technische Grundlage, die universelle Kompatibilitaets-Matrix der immer gleichen Abstaende sozusagen, so verbindlich erscheint. "It is a coding scheme which assigns numeric values to letters, numbers, punctuation marks, and other certain characters such as control codes. By standardizing the values for these characters, ASCII enables computers and computer programs to exchange information. ASCII is the basic coding system which computers use to communicate with one another." ASCII-Texte sind kompakt, d.h. ihr Speicherplatzbedarf ist gering, und sie sind plattformuebergreifend: alle Betriebsysteme halten Editoren zum Lesen und Schreiben von ASCII-Texten bereit. Insofern ist ASCII universell, aber nicht universal, weil das Hervorbringen dieser nicht-grafischen Grafiken nicht alle Designs kolportieren kann. Aus dem Limit des Sets von 128 Lettern der ASCII-Tabelle und dem Bilderwunsch ergibt sich das technisch-mediale Programm der ASCII-Flyer. Was mit der Schreibmaschine nur durch diffizile Planung der Verteilung der Buchstaben auf dem Blatt Papier gelang, also durch Imagination, kann mit Text-Editoren, Word, am besten aber vielleicht mit dem E-Mail-Programm The Bat! im handmade-Modus durch reversiblen Versuch-und-Irrtum erzielt werden. Die Mailingsliste asco-o (http://www.o-o.lt/asco-o), deren A-Community einmal permanent ASCII-Flyer produzierte, funktionierte dagegen zum Teil ueber automatische Text-Zerhacker; der "unstable digest" von Florian Cramer, der via nettime (http://www.nettime.org) verschickt wurde (wird?), ist, Florian moege mir widersprechen, ein einziger ASCII-Flyer Flow. Denn der Informationsgehalt des Flyers liegt nicht per se in seiner lesbaren Information, sondern vor allem in seinen Auslassungen! --------------------schnipp-------------------- Diese Form der kulturellen Produktion beinhaltet etwas, das man Symbol nennt, oder Signifikat/Signifikant, oder Allegorie. Die bestimmenden Wissenschaften reichen nicht hin, die Wirkmaechtigkeit visueller Texte zu fassen. Das "Unfassbare" der txt-Flyer liegt aber nicht in transzendentem Code, er liegt in ihrem undergroundigen Milieu als technisch-medialer Umgebung, in dem, was medientheoretisch mit Translation oder Uebertragung gemeint ist, in dem, was *Aneignung von Technik* meint. Alles was mit-geteilt werden soll, muss uebertragen und entziffert werden, sonst wuerde es nicht mitgeteilt. Es liegt in der Leistung dieser Produktion als immer unvollstaendigem Apparat eines Gedaechtnisses des Schreibens, das instantane Wirkung zeitigt. An dieser Stelle dieses Textes muszte es ja so kommen: Natuerlich sind ASCII-Flyer Kommunikationsguerilla. Oder Sport? O_ /\| /\/ \ Mit dem bequemen JavE Programm lassen sich á la Jackson Pollock zeichenhafte Verdraengungen gestalten und Reminiszenzen aufbauen, die den naturalistischen Konservativismus der internationalen ASCII-Art-Szene konterkariert. Verdraengt wird bei Pollock das Figurative, das fuer Flyer in ASCII die Abstraktionslust hervoruft, aus einer klugen raeumlichen Kombination von , \ \ \ ` . | \ eine Linie zu erkennen. Diese Abstraktion ist simpel, denn die Naehe der sinnentleerten Zeichen als Elemente der Tastatur bedingt ihre Konturierung. Der Kick entsteht beim Ver-Wenden und gleichsam ent-wendeten Zeichen, die Dekontextualisierung der Zeichen aus dem starren semantischen Geruest in die Verteilung im 2D-Raum. Informationsservice wird verweigert ... ../._,.-' . ,8. ___, __,,....._ooo,'' _.--' '-----' | `-]8[.-- '\ | ' ,oOP""'\ `b oL ,Y-' ,!!.|.!_`-._|...___,]8[. \ ; (!.P' ,. `-.. `,-' \ `OL `!!|.!O`-!!'oOo!!!!dPoo`..XXXX,\XXo O`!...`MMM _,.-'' `. `' . ,``'dOOO'-`.OOP;!,8P_XXX__....._\P' dO' ''`'!.... ..'''..._ \ .:' ,!,------..OO\,,o8P',,,''_ /`-.`.ooO8oo,,-' '`''.'' _.-'......:'' _,'! O :O-o8PP'_-,'.. `--._XX`||_.--'XP_.-'.''M_.-'X '' ` ._ ;!!.]OO_.,..___,,.-'-...... ; '_.|-\`.=.--: ..'_.-'MP X _ | `' !!!:O,,''' -' || ;!!!-. _.--'' |,-|'``' .'-._...::..=..-,.._''''' `!_,'|O`.._,-'-._oo`_.-''._\|_,'`-.. .''_ | `-. ' X.'.'``..|,..`' '''-'Y,.-'`.P! _.-'.._!. _.` ,,`-.._,..| `-._.'XXX`-+``!'' '! ..| `!/!`.dO/_,-'OPdO ``i___..._;'' .,-''`._-`-. '--__XX +: `!..' `. 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' _,,--' `"'/d| `...-' ,-' : `,''---./ ' ``. .--' ' / `''---'' ... oder zwischen Lesbar und Unlesbar verortet: ../._,.-' . ,8. ___, __,,....._ooo,'' _.--' '-----' | `-]8[.-- '\ | ' ,oOP""'\ `b oL ,Y-' ,!!.|.!_`-._CALL 4 E-MAIL FLYER !; (!.P' ,. `-.. `,-' \ `OL `!!|.!O`-!!'oOo!!!!dPoo`..XXXX,\XXo O`!...`MMM _,.-'' `. `' . ,``'dOOO'-`.OOP;!,8P_XXX__....._\P' dO' ''`'!.... ..'''..._ \ .:' ,!,------..OO\,,o8P',,,''_ /`-.`.ooO8oo,,-' '`''.'' _.-'......:'' _,'! O :O-o8PP'_-,'.. `--._XX`||_.--'XP_.-'.''M_.-'X '' ` ._ ;!!.]OO_.,..___,,.-'-...... ; '_.|-\`.=.--: ..'_.-'MP X _ | `' !!!:O,,''' -' || ;!!!-. _.--'' |,-|'``' .'-._...::..=..-,.._''''' `!_,'|O`.._,-'-._oo`_.-''._\|_,'`-.. .''_ | `-. ' X.'.'``..|,..`' '''-'Y,.-'`.P! _.-'.._!. _.` ,,`-.._,..| `-._.'XXX`-+``!'' '! ..| `!/!`.dO/_,-'OPdO ``i___..._;'' .,-''`._-`-. '--__XX +: `!..' `. 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' _,,--' `"'/d| `...-' ,-' : `,''---./ ' ``. .--' ' / `''---'' Der Konflikt, nicht das zu sein, wozu sie die Szene der Sammler und Maschinen des "Deep Storage", der Speichermedien und der rumorenden Archive bestimmen, ist ein technischer und ein kapitalistischer: Schreiben ist billig, Speichern ist billig, nur der Arbeitsspasz daran bleibt meist unbezahlt, weil er im Lohn schon inbegriffen ist. Das ist exakt das Dilemma der Free Software-Bewegung: Nur finanzieller Rueckhalt sichert freizeitliche Produktion. Ihre Ankunft per elektronischer Uebertragung ist aber zugleich ihre Zukunft, ihre technische Produktion determiniert ihre Lesbarkeit und, neben ihrem technisch-medialen Programm, ihren Stilhorizont. Die historische Beschraenkung der symbolverarbeitenden Maschine Computer auf eine Tabelle zur Um-Setzung von elektrischen Signalen auf kryptische Maschinensprache und weiter auf kulturell lesbare Schrift wirkt stilbildend. Aber diese Spezifizitaet uebertrifft nicht die Transform der *Ankunft* via elektronischer Post, die beim Lesen in ihre *Zukunft* umgewandelt wird, naemlich Bedeutung. Dieser kleine DJ aus einem Entwurf fuer einen E-Mail Flyer einer Plug-in-Party in Berlin, der an seinem Laptop rockt, dessen Kabel "Tilde" heiszt, musz in Courier 10 gesetzt werden, weil er sonst nicht stimmt: NEIN! JEDE GROESSE GEHT! [wenn du exakt DIESEN stil willst, musst du 10 benutzen, sonst verliert es seine reinheit -> hochkomma (sehr kuenstlerisches argument, ich weisz!) 'O' /_\ '-'~ Solche textophil kennerischen Feinheiten, die der Kontrolle ueber die Uebersetzung und die Abschrift entstammen, ist nichts anderes als die Ueberwachung der Buecher seitens der Priester.Denn Textflyer haben den Vorteil, dass sie plattformuebergreifend funktionieren, sie gehoeren also, klassizistisch gedacht, ins """virtuelle""" Buch, das ein Metafile ist, so endloslang wie wirklich endloses Endlospapier. Die Aufschreibemaschine, das Kombinat aus Editor + Schreiber, macht dann per Copy+Paste mehr(Wert) daraus, was jene Spam-Autoren und -Rezipienten, die immer noch Text als Text und nicht auch als Textur (wie eine Tapete) lesen, leider noch nicht begriffen haben. --------------------schnipp-------------------- Rubrik: spaetmhd. rubrik[e] "roter Schreibstoff", bezeichnete die in rot gehaltenden Ueberschriften, die in mittelalterlicher Handschriften und Fruehdrucken die einzelnen Abschnitte trennten. --------------------schnipp-------------------- ASCII-Flyer sind im Idealfall rot, weil sie den Konflikt von Text und Bild und Machen nicht ver-weigern, sondern zeigen und ueberschreiten, nicht harmonisieren, sondern auf-teilen ... vielleicht auch mal irgendwann, was die buergerliche Angst vor Traffic, Spam und deren sogenannten Kostenverursachung angeht. Eine Gruppe, die "bad fame" heiszt, schert sich z.B. einen Dreck um das, was der regressive "Fame" bei Writern der Graffity-Szene heiszen mag, naemlich 'alternative Kulturproduktion', die sich veraesthetisieren laeszt und dann auch noch die Stilpolizei ruft. Das ist etwas, was die Flyer in der Mailbox erst noch lernen muessen, ihre Hygiene (Style) mit ihrem Auswurf (Produktionsverhaeltnis) in Beziehung zu setzen. Sie muessen vom Dialekt (dialektos), einem Sprach(Bild)system mit gewisser Funktionalitaet zur "dialektiké (téchne)"* werden. Damit waeren sie dann nicht mehr ein "Ist" als Zustand und Status Quo, sondern ein Verfahren der Gegensaetzlichkeiten und Widersprueche. _____ * d?a?e?t??? (t????) <- Wenn hier die griechischen Buchstaben wegen eines Konflikts zwischen Unicode und ANSI-Code NICHT zu lesen sind (ASCII, "American Standard Code for Information Interchange", ist ein ANSI-Standard) und so aussehen: "d?a?e?t??? (t????)" bitte hier nachlesen: http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektik 28. August 2005 1. Fassung (ohne Erweiterungen) erschienen in: Mike Riemel. _Flyer Soziotope. Topographie einer Mediengattung_. Berlin: Archiv der Jugendkulturen, 2005. 600 Seiten Großformat 196 x 249, deutsch-englisch, 2.500 Abbildungen, 40,- € Buch Preview http://www.flyersoziotope.net/Flyer_Soziotope_PROMO.pdf -------------------------------------------------------------------------- 3. Nick. _Roman_ (Fortsetzungsroman) Teil 17 Und das wabbelige Gruen wurde massiver und immer mehr, so dass es Roman bereits schwer fiel zu atmen. Keine Chance zu entkommen? Der Schleim war zu dicht, voller Codes ueberhaupt. Roman schaffte es irgendwie, seine Zukunfts-Tastatur herauszuziehen. Teil 18 im n0name newsletter #53 -------------------------------------------------------------------------- 4. New Folder out NOW! 38317 38317gaffa-tape.gif "Gaffa Tape Album? CD? Folder?" http://www.n0name.de/gaffa_tape_album 1 Caplism Is In Da House 2 Gaffa Tape, Baby! 3 Ekonomy Hit Mann 4 Bohemian Biorhythmus 5 Freischwimmen 6 Vor 30 Jahren 7 Netzbomber 8 Riza 9 In My Room MP3s also on http://www.n0name.de/radio/radiomp3.html Homepage of the band www.38317.tk -------------------------------------------------------------------------- (((+))) O /|\ /\ http://www.radi0.tv ========================================================================== Sie erhalten den n0name newsletter, weil sie da sind!/You get the n0name newsletter, because you are there! Abonnieren/Subscribe: n0name-subscribe(at)yahoogroups.com Abbestellen/Unsubscribe: n0name-unsubscribe(at)yahoogroups.com or click!: mailto:unsubscribe(at)n0name.de?subject=unsubscribe n0name is an Openclosed Profit/Non-Profit Context-Divider & Sampling System. EUR ?,- . http://www.n0name.de [n0name with a 0 (in words "zero") !] n0name Naechster/Next n0name newsletter: ??? 2005 *Bitte weiterleiten!/Please forward!* Copyleft © (c) 2005 n0name und die Autoren Supported by Datawerk http://www.datawerk.de Sponsored by FONDS ---------------------- End of n0name newsletter #52 ----------------------