|<------ Breite: 72 Zeichen - Fixed Width Font: Courier New, 10 ------>| 0-) n0name nachrichten #139 Mi., 03.06.2009 11:06 CET *Inhalt/Contents* 1. Debord - La Société du spectacle.srt als .txt 3 2. verteidigt das Portal der Fantasie aus: _3000/futuristische Phantasmen und aktuelle Fantasien der Technokultur 3.2_ (Fortsetzung aus nn #138) 32 KB, ca. 19 DIN A4-Seiten ------------------------------------------------------------------------ 1. Debord - La Société du spectacle.srt als .txt 3 457 00:26:44,877 --> 00:26:46,491 Das diffuse Spektakuläre 458 00:26:46,633 --> 00:26:49,097 begleitet den WarenÜberfluss, 459 00:26:49,286 --> 00:26:53,331 d.h. die ungestörte Entwicklung des modernen Kapitalismus. 460 00:26:55,239 --> 00:26:58,569 Jede Ware dabei für sich genommen 461 00:26:58,664 --> 00:27:01,597 ist gerechtfertigt im Namen der Größe der 462 00:27:01,710 --> 00:27:03,131 Gesamtproduktion von Gegenständen, 463 00:27:03,277 --> 00:27:06,265 deren apologetischer Katalog das Spektakel ist. 464 00:27:06,417 --> 00:27:10,213 Unvereinbare Behauptungen drängen sich auf der Bühne des vereinigten 465 00:27:10,340 --> 00:27:13,033 Spektakels der Überfluss-Ökonomie, 466 00:27:13,238 --> 00:27:15,663 ebenso wie verschiedene Star-Waren 467 00:27:15,789 --> 00:27:18,700 gleichzeitig ihre widersprüchlichen 468 00:27:18,845 --> 00:27:20,481 Einrichtungspläne der Gesellschaft vortragen, 469 00:27:20,639 --> 00:27:22,669 in der das Spektakel der Kraftwagen 470 00:27:22,766 --> 00:27:26,384 einen vollkommenen Verkehr verlangt, der die Altstädte zerstört, 471 00:27:26,561 --> 00:27:30,615 während das Spektakel der Stadt selbst Museen-Viertel braucht. 472 00:27:30,861 --> 00:27:34,172 Daher wird die bereits problematische Zufriedenheit, 473 00:27:34,448 --> 00:27:38,180 die angeblich dem Konsum der Gesamtheit eignet, 474 00:27:38,267 --> 00:27:40,204 unmittelbar verfälscht, 475 00:27:40,329 --> 00:27:44,528 indem der wirkliche Konsument direkt nur eine Aufeinanderfolge 476 00:27:44,641 --> 00:27:47,449 von Bruchstücken dieses Warenglücks berühren kann, 477 00:27:47,642 --> 00:27:49,500 denen jedesmal 478 00:27:49,613 --> 00:27:54,345 die der Gesamtheit zugeschriebene Qualität offensichtlich fehlt. 479 00:27:54,975 --> 00:27:58,502 Jede bestimmte Ware kämpft für sich selbst, 480 00:27:58,675 --> 00:28:00,770 kann die anderen nicht anerkennen, 481 00:28:00,919 --> 00:28:04,572 will sich überall durchsetzen, als ob sie die einzige sei. 482 00:28:04,887 --> 00:28:08,832 Damit wird das Spektakel zum epischen Gesang dieses Zusammenstoßes, 483 00:28:09,052 --> 00:28:12,533 den der Fall keines Troja beenden könnte. 484 00:28:12,887 --> 00:28:16,109 Das Spektakel besingt nicht die Männer und ihre Waffen, 485 00:28:16,297 --> 00:28:19,399 sondern die Waren und ihre Leidenschaften. 486 00:28:19,745 --> 00:28:21,659 In diesem blinden Kampf 487 00:28:21,756 --> 00:28:24,430 vollbringt jede Ware, indem sie sich von ihrer Leidenschaft hinreißen lässt, 488 00:28:24,607 --> 00:28:28,677 Bewusstlos ein Höheres: 489 00:28:28,949 --> 00:28:31,264 das Welt-Werden der Ware, 490 00:28:31,382 --> 00:28:34,925 das ebenso das zur-Ware-Werden der Welt ist. 491 00:28:35,153 --> 00:28:38,517 So kämpft sich, dank einer List der Warenvernunft, 492 00:28:38,782 --> 00:28:41,990 das Besondere der Ware aneinander ab, 493 00:28:43,026 --> 00:28:45,168 während die Warenform 494 00:28:45,404 --> 00:28:48,061 auf ihre absolute Verwirklichung zugeht. 495 00:28:49,514 --> 00:28:52,723 Im Bild der glücklichen Vereinheitlichung der Gesellschaft 496 00:28:52,852 --> 00:28:54,127 durch den Konsum 497 00:28:54,316 --> 00:28:56,852 ist die reale Teilung zurückgestellt 498 00:28:57,049 --> 00:29:00,608 nur bis zum nächsten Nichterfüllen im Konsumierbaren. 499 00:29:01,363 --> 00:29:04,972 Jedes besondere Produkt, das die Hoffnung darstellen soll 500 00:29:05,085 --> 00:29:06,858 auf eine blitzschnelle Abkürzung, 501 00:29:07,003 --> 00:29:10,866 um endlich ins gelobte Land des totalen Konsums zu gelangen, 502 00:29:11,252 --> 00:29:14,244 wird der Reihe nach feierlich präsentiert 503 00:29:14,334 --> 00:29:17,236 als die entscheidende Einzigartigkeit. 504 00:29:18,283 --> 00:29:21,884 Aber wie im Falle der augenblicklichen Verbreitung 505 00:29:22,045 --> 00:29:25,176 der Moden von scheinbar aristokratischen Vornamen, 506 00:29:25,354 --> 00:29:29,641 die von fast allen gleichaltrigen Individuen getragen werden, 507 00:29:29,803 --> 00:29:32,654 so kann der Gegenstand, von dem eine einzigartige Macht erwartet wird, 508 00:29:32,767 --> 00:29:35,723 nur dadurch der Andacht der Massen geweiht werden, 509 00:29:35,880 --> 00:29:39,644 dass er in einer hinreichend großen Zahl von Exemplaren vervielfältigt wurde, 510 00:29:39,799 --> 00:29:42,471 um massenhaft konsumiert zu werden. 511 00:29:42,754 --> 00:29:46,030 Der Prestigecharakter dieses beliebigen Produkts 512 00:29:46,187 --> 00:29:48,841 kommt ihm nur dadurch zu, dass es für einen Moment 513 00:29:49,014 --> 00:29:50,983 im Zentrum des gesellschaftlichen Lebens gestanden hat, 514 00:29:51,148 --> 00:29:52,880 als das offenbarte Mysterium 515 00:29:53,022 --> 00:29:55,604 des Endzwecks der Produktion. 516 00:29:56,990 --> 00:29:59,995 Der Gegenstand, der im Spektakel ein Prestige hatte, wird vulgär, 517 00:30:00,172 --> 00:30:03,880 sobald er an den einzelnen Konsumenten 518 00:30:04,108 --> 00:30:06,900 und gleichzeitig an alle anderen gelangt. 519 00:30:07,093 --> 00:30:09,985 Zu spät enthüllt er seine wesentliche Armut, 520 00:30:10,146 --> 00:30:13,516 die die natürliche Folge des Elends seiner Produktion ist. 521 00:30:13,784 --> 00:30:14,776 Aber schon 522 00:30:14,910 --> 00:30:18,800 trägt ein anderer Gegenstand die Rechtfertigung des Systems in sich 523 00:30:18,981 --> 00:30:21,871 und die Forderung nach Anerkennung. 524 00:30:24,343 --> 00:30:26,627 Der Betrug der Befriedigung 525 00:30:26,784 --> 00:30:29,886 muss sich selbst denunzieren, indem er sich erneuert, 526 00:30:30,020 --> 00:30:32,115 indem er die Veränderung der Produkte 527 00:30:32,295 --> 00:30:35,445 und der allgemeinen Produktionsbedingungen verfolgt. 528 00:30:35,618 --> 00:30:38,985 Was mit der vollkommensten Unverschämtheit 529 00:30:39,130 --> 00:30:42,476 seine eigene definitive Vortrefflichkeit behauptet hat, ändert sich dennoch, 530 00:30:43,004 --> 00:30:44,683 im diffusen, 531 00:30:44,822 --> 00:30:47,598 aber auch im konzentrierten Spektakel, 532 00:30:47,727 --> 00:30:50,443 und allein das System muss fortdauern: 533 00:30:50,665 --> 00:30:53,085 Stalin wie die veraltete Ware 534 00:30:53,232 --> 00:30:57,220 werden von eben denen denunziert, die sie eingeführt haben. 535 00:30:57,460 --> 00:31:00,246 Jede neue Lüge der Werbung 536 00:31:00,468 --> 00:31:03,644 ist auch das Eingeständnis ihrer vorigen Lüge. 537 00:31:03,862 --> 00:31:07,373 Jeder Sturz einer Gestalt der totalitären Gewalt 538 00:31:07,507 --> 00:31:10,195 offenbart die illusorische Gemeinschaft, 539 00:31:10,340 --> 00:31:12,168 die sie einstimmig guthieß 540 00:31:12,326 --> 00:31:17,264 und die doch nur eine Anhäufung von illusionslosen Einsamkeiten war. 541 00:31:18,137 --> 00:31:21,118 Was das Spektakel als dauerhaft präsentiert, 542 00:31:21,263 --> 00:31:23,155 ist auf die Veränderung gegründet 543 00:31:23,283 --> 00:31:25,208 und muss sich mit seiner Basis verändern. 544 00:31:25,428 --> 00:31:27,840 Das Spektakel ist absolut dogmatisch 545 00:31:28,003 --> 00:31:32,228 und kann doch zugleich zu keinem einzigen soliden Dogma führen. 546 00:31:32,419 --> 00:31:34,324 Für das Spektakel hört nichts auf; 547 00:31:34,521 --> 00:31:36,576 dies ist sein natürlicher 548 00:31:36,737 --> 00:31:39,552 und dennoch seiner Neigung entgegengesetztester Zustand. 549 00:31:42,307 --> 00:31:45,416 Die unwirkliche Einheit, die das Spektakel proklamiert, 550 00:31:45,511 --> 00:31:48,379 ist die Maske der Klassenteilung, 551 00:31:48,523 --> 00:31:52,327 auf der die reale Einheit der kapitalistischen Produktionsweise beruht. 552 00:31:52,527 --> 00:31:55,235 Was die Produzenten verpflichtet, 553 00:31:55,330 --> 00:31:57,197 am Bau der Welt teilzunehmen, 554 00:31:57,342 --> 00:31:59,542 ist auch das, was sie davon ausschließt. 555 00:31:59,694 --> 00:32:03,265 Was die von ihren lokalen und nationalen 556 00:32:03,442 --> 00:32:07,206 Schranken befreiten Menschen verbindet, ist auch das, was sie voneinander entfernt. 557 00:32:07,321 --> 00:32:10,445 Was zur Vertiefung des Rationellen verpflichtet, 558 00:32:10,581 --> 00:32:13,865 ist auch das, was das Irrationelle der hierarchischen 559 00:32:13,994 --> 00:32:16,195 Ausbeutung und der Repression nährt. 560 00:32:16,399 --> 00:32:19,410 Was die abstrakte Gewalt der Gesellschaft erzeugt, 561 00:32:19,604 --> 00:32:22,308 schafft auch ihre konkrete Unfreiheit. 562 00:32:27,332 --> 00:32:31,096 Leben wir denn, Proletarier, leben wir? 563 00:32:31,530 --> 00:32:35,776 Dieses Zeitalter, welches wir sind - und in welchem alles, 564 00:32:35,977 --> 00:32:39,403 was wir bedeuten, nicht mehr uns gehört, ist das ein Leben? 565 00:32:39,660 --> 00:32:43,312 Und können wir denn nicht wahrnehmen, was uns mit dem Verfließen der Jahre unaufhörlich entgeht? 566 00:32:48,963 --> 00:32:52,273 Sind nicht Schlaf und Essen nur schwache Medizin gegen die Krankheit, 567 00:32:52,334 --> 00:32:55,624 die an uns nagt ? Und ist die, die wir die letzte nennen, 568 00:32:56,036 --> 00:32:59,583 nicht nur eine Verdopplung aller bisherigen ? 569 00:32:59,760 --> 00:33:03,000 Ist der Tod nicht nur ein letzter Anfall der Leiden, 570 00:33:03,266 --> 00:33:06,435 die wir mit uns selbst zur Welt gebracht haben ? 571 00:33:09,183 --> 00:33:12,470 Die kapitalistische Produktion hat den Raum vereinigt, 572 00:33:12,640 --> 00:33:15,991 der von keinen Außengesellschaften mehr begrenzt ist. 573 00:33:16,176 --> 00:33:21,246 Diese Vereinigung ist zugleich ein extensiver und intensiver 574 00:33:21,435 --> 00:33:23,385 Prozess der Banalisierung. 575 00:33:23,719 --> 00:33:27,050 So wie die Akkumulation der 576 00:33:27,179 --> 00:33:29,002 für den abstrakten Raum 577 00:33:29,176 --> 00:33:30,904 des Marktes in Serie produzierten Waren 578 00:33:31,033 --> 00:33:33,404 alle regionalen und gesetzlichen Schranken 579 00:33:33,554 --> 00:33:36,857 und alle korporativen Beschränkungen des Mittelalters, die 580 00:33:37,004 --> 00:33:39,971 die Qualität der handwerklichen Produktion aufrechterhielten, brechen musste, 581 00:33:40,153 --> 00:33:44,144 musste sie auch die Autonomie und die Qualität der Orte auflösen. 582 00:33:44,326 --> 00:33:47,059 Diese Macht der Homogenisierung 583 00:33:47,192 --> 00:33:49,038 ist die schwere Artillerie, 584 00:33:49,199 --> 00:33:52,416 die alle chinesischen Mauern in den Grund geschossen hat. 585 00:33:55,089 --> 00:33:58,575 Um immer identischer mit sich selbst zu werden, 586 00:33:58,735 --> 00:34:02,214 um sich der unbeweglichen Eintönigkeit möglichst weit zu nähern, 587 00:34:02,403 --> 00:34:04,909 wird der freie Raum der Ware 588 00:34:05,087 --> 00:34:09,381 künftig ständig abgeändert und neugebildet. 589 00:34:11,110 --> 00:34:14,615 Diese Gesellschaft, die die geographische Entfernung aufhebt, 590 00:34:14,834 --> 00:34:17,262 bildet sie in ihrem Inneren 591 00:34:17,393 --> 00:34:20,241 als spektakuläre Trennung. 592 00:34:22,677 --> 00:34:25,771 Nebenprodukt der Warenzirkulation, 593 00:34:25,912 --> 00:34:29,377 lässt die als Konsum betrachtete menschliche Zirkulation, 594 00:34:29,613 --> 00:34:32,555 der Tourismus, sich im wesentlichen auf die Muße zurückführen, 595 00:34:32,723 --> 00:34:35,675 das zu besichtigen, was banal geworden ist. 596 00:34:35,959 --> 00:34:39,860 Die ökonomische Erschließung des Besuchs verschiedener Orte 597 00:34:39,998 --> 00:34:43,766 ist bereits von selbst die Garantie ihrer Gleichwertigkeit. 598 00:34:44,013 --> 00:34:47,939 Dieselbe Modernisierung, die der Reise die Zeit entzogen hat, 599 00:34:48,134 --> 00:34:51,493 hat ihr auch die Realität des Raums genommen. 600 00:34:52,210 --> 00:34:55,927 Die Gesellschaft, die auf der Expansion der entfremdeten 601 00:34:56,400 --> 00:35:00,680 industriellen Arbeit beruht, wird so ungesund, laut, hässlich und schmutzig 602 00:35:01,067 --> 00:35:04,890 wie eine Fabrik. 603 00:35:07,772 --> 00:35:10,528 Die Gesellschaft, die ihre gesamte Umgebung nach ihrem Bild formt, 604 00:35:10,606 --> 00:35:13,151 hat sich eine spezielle Technik geschaffen, 605 00:35:13,314 --> 00:35:16,196 um die konkrete Basis dieser Aufgabengruppe zu gestalten: 606 00:35:16,327 --> 00:35:17,924 ihr Territorium selbst. 607 00:35:18,142 --> 00:35:21,912 Der Urbanismus ist diese Inbesitznahme der natürlichen 608 00:35:22,075 --> 00:35:24,433 und menschlichen Umwelt durch den Kapitalismus, der, 609 00:35:24,614 --> 00:35:28,085 indem er sich logisch zur absoluten Herrschaft entwickelt, 610 00:35:28,275 --> 00:35:34,314 jetzt das Ganze des Raums als seine eigene Ausstattung umarbeiten kann und muss. 611 00:35:35,925 --> 00:35:39,795 »... der Mensch kehrt in die Höhlenwohnung zurück, 612 00:35:39,923 --> 00:35:43,697 ... die er nur mehr prekär bewohnt, als eine fremde Macht, 613 00:35:43,748 --> 00:35:47,338 die sich ihm täglich entziehn, aus der er täglich, 614 00:35:47,380 --> 00:35:51,280 wenn er nicht zahlt, herausgeworfen werden kann. 615 00:35:51,342 --> 00:35:55,000 Dies Totenhaus muss er bezahlen.« 616 00:35:55,064 --> 00:35:57,948 Marx, 1844 Pariser Manuskripte 617 00:35:59,729 --> 00:36:03,299 Wenn alle technischen Kräfte der kapitalistischen Ökonomie 618 00:36:03,396 --> 00:36:06,255 als trennungschaffende Kräfte zu verstehen sind, 619 00:36:06,444 --> 00:36:08,067 handelt es sich im Fall des Urbanismus 620 00:36:08,247 --> 00:36:11,544 um die Erschließung ihrer allgemeinen Basis, 621 00:36:11,690 --> 00:36:14,578 um die Behandlung des für ihre Entfaltung geeigneten Bodens; 622 00:36:14,751 --> 00:36:17,818 um die Technik der Trennung selbst. 623 00:36:18,419 --> 00:36:21,251 Zum ersten Mal ist eine neue Architektur, 624 00:36:21,419 --> 00:36:24,696 die in jeder früheren Epoche vorbehalten war 625 00:36:24,826 --> 00:36:27,058 der Befriedigung der herrschenden Klassen, 626 00:36:27,187 --> 00:36:29,613 direkt den Armen zugedacht. 627 00:36:30,930 --> 00:36:33,983 Das formale Elend und die riesenhafte Ausdehnung 628 00:36:34,185 --> 00:36:36,287 dieser neuen Wohnerfahrung 629 00:36:36,449 --> 00:36:39,126 sind die Folge ihres Massencharakters, 630 00:36:39,355 --> 00:36:42,621 den sowohl ihre Bestimmung 631 00:36:42,849 --> 00:36:45,404 als auch die modernen Bedingungen der Bauweise implizieren. 632 00:36:45,732 --> 00:36:47,632 Die autoritäre Entscheidung, 633 00:36:47,794 --> 00:36:51,781 die den Raum abstrakt zu einem Raum der Abstraktion macht, 634 00:36:51,926 --> 00:36:56,555 steht natürlich im Zentrum dieser modernen Konstruktions-Bedingungen. 635 00:36:56,884 --> 00:36:58,857 Die überschrittene Wachstumsschwelle 636 00:36:58,986 --> 00:37:01,000 der materiellen Macht der Gesellschaft 637 00:37:01,097 --> 00:37:04,445 und der Rückstand in der Bewussten Beherrschung dieser Macht 638 00:37:04,574 --> 00:37:06,819 treten im Urbanismus offen zu Tage. 639 00:37:07,175 --> 00:37:10,781 Die Umwelt, die immer überstürzter rekonstruiert wird 640 00:37:10,983 --> 00:37:14,719 zwecks repressiver Kontrolle und Profitmacherei, 641 00:37:14,937 --> 00:37:18,641 wird gleichzeitig immer brüchiger und treibt von vornherein zur Zerstörung an. 642 00:37:19,029 --> 00:37:22,773 Der Kapitalismus in seinem spektakulären Stadium reproduziert alles als Schund 643 00:37:23,080 --> 00:37:26,945 und produziert Großbrände. Auf diese Weise wird seine Ausstattung 644 00:37:27,171 --> 00:37:30,745 überall so feuergefährlich wie eine Höhere Schule in Frankreich. 645 00:37:31,102 --> 00:37:33,968 Die Geschichte, die diese dämmernde Welt bedroht, 646 00:37:34,125 --> 00:37:38,665 ist auch die Kraft, die den Raum der erlebten Zeit unterwerfen kann. 647 00:37:38,976 --> 00:37:43,275 Die proletarische Revolution ist diese Kritik der Geographie vom Menschen, 648 00:37:43,453 --> 00:37:46,768 in der die Individuen und Gemeinschaften 649 00:37:46,897 --> 00:37:49,989 die Landschaft und die Ereignisse konstruieren müssen, 650 00:37:50,215 --> 00:37:52,282 die der Aneignung entsprechen - 651 00:37:52,368 --> 00:37:54,415 nicht mehr nur ihrer Arbeit, 652 00:37:54,612 --> 00:37:56,495 sondern ihrer gesamten Geschichte. 653 00:37:56,675 --> 00:37:58,861 In diesem bewegten Raum des Spiels 654 00:37:58,956 --> 00:38:02,288 und der freigewählten Variationen der Spielregeln 655 00:38:02,417 --> 00:38:04,799 kann die Autonomie des Ortes wiedergefunden werden, 656 00:38:04,912 --> 00:38:08,179 ohne eine neue ausschließliche Bindung an den Boden einzuführen, 657 00:38:08,297 --> 00:38:09,241 und dadurch 658 00:38:09,415 --> 00:38:11,871 die Wirklichkeit der Reise zurückbringen 659 00:38:12,060 --> 00:38:13,036 und des Lebens, 660 00:38:13,198 --> 00:38:17,629 dass als Reise begriffen wird, die in sich selbst all ihren Sinn hat. 661 00:39:35,081 --> 00:39:37,552 - What's your pleasure? - Whiskey. 662 00:39:53,600 --> 00:39:55,600 Welch ein Schmelztiegel ! 663 00:39:58,602 --> 00:40:02,602 Alle andren Orte sind wie Kindergarten verglichen mit diesem hier. 664 00:40:02,620 --> 00:40:05,000 Es duftet derartig sündig. 665 00:40:05,604 --> 00:40:09,604 Ich hätte nicht gedacht, dass ein solcher Ort anders existierte als in meiner eignen Vorstellung. 666 00:40:10,205 --> 00:40:15,105 Es hat die gespenstige Vertrautheit eines halbvergessnen Traums. 667 00:40:15,100 --> 00:40:17,306 Alles könnte hier geschehen, 668 00:40:17,307 --> 00:40:19,307 in jedem Augenblick. 669 00:40:21,516 --> 00:40:24,727 Die Zeit der Produktion, die Zeit als Ware, 670 00:40:24,901 --> 00:40:28,395 ist eine unendliche Akkumulation von gleichwertigen Intervallen. 671 00:40:28,621 --> 00:40:31,095 Sie ist die Abstraktion der unwiederbringlichen Zeit, 672 00:40:31,270 --> 00:40:34,533 deren Abschnitte alle auf dem Chronometer 673 00:40:34,680 --> 00:40:37,422 ihre alleinige quantitative Gleichheit beweisen müssen. 674 00:40:39,281 --> 00:40:42,661 Diese Zeit ist in ihrer ganzen Wirklichkeit, 675 00:40:42,823 --> 00:40:46,348 was sie in ihrem austauschbaren Wesen ist. 676 00:40:48,308 --> 00:40:51,328 Die allgemeine Zeit der menschlichen Nichtentwicklung 677 00:40:51,489 --> 00:40:54,287 existiert auch unter dem ergänzenden Aspekt 678 00:40:54,498 --> 00:40:56,729 einer konsumierbaren Zeit, die 679 00:40:56,859 --> 00:40:58,721 von dieser bestimmten Produktion aus 680 00:40:58,883 --> 00:41:01,426 zum täglichen Leben der Gesellschaft 681 00:41:01,638 --> 00:41:04,206 als eine pseudo-zyklische Zeit zurückkehrt. 682 00:41:04,811 --> 00:41:06,335 Die pseudozyklische Zeit 683 00:41:06,497 --> 00:41:09,867 ist die Zeit des Konsums des modernen ökonomischen Überlebens, 684 00:41:10,079 --> 00:41:13,104 des vermehrten Überlebens, worin das täglich Erlebte 685 00:41:13,229 --> 00:41:16,187 ohne Entscheidungsgewalt und unterworfen bleibt, 686 00:41:16,333 --> 00:41:18,215 aber nicht mehr der natürlichen Ordnung, 687 00:41:18,357 --> 00:41:21,572 sondern der in der entfremdeten Arbeit entwickelten Pseudonatur; 688 00:41:21,725 --> 00:41:23,369 und so findet diese Zeit ganz natürlich 689 00:41:23,510 --> 00:41:26,431 den alten zyklischen Rhythmus wieder, 690 00:41:26,544 --> 00:41:30,020 der das Überleben der vorindustriellen Gesellschaften regelte. 691 00:41:30,281 --> 00:41:32,968 Die pseudozyklische Zeit 692 00:41:33,210 --> 00:41:36,218 stützt sich auf die Überreste der zyklischen Zeit 693 00:41:36,352 --> 00:41:39,725 und stellt aus ihnen zugleich neue entsprechende Kombinationen her: 694 00:41:39,871 --> 00:41:41,227 den Tag und die Nacht, 695 00:41:41,367 --> 00:41:43,706 Arbeitswoche und Wochenende, 696 00:41:43,820 --> 00:41:46,925 die Wiederkehr der Ferienzeiten. 697 00:41:47,668 --> 00:41:51,563 Konsumierbare pseudozyklische Zeit ist spektakuläre Zeit, weiter im n0name newsletter #140 ------------------------------------------------------------------------ 2. verteidigt das Portal der Fantasie (Fortsetzung aus n0name newsletter #138) ueber die Zeit als momentaner Entscheidungsfaehigkeit geraet damit von zwei Seiten unter Druck, als kulturindustrielle obszoene Verdichtung von Lebenszeit im inszenierten und gefeierten 'Knueller' und als Instal-lierung eines allgemeinen Zeit- und Oekonomiemaszes, das die mensch-liche Wahrnehmung unterlaeuft. Das Zeitverhalten technischer Prozesse ist so beschreibbar: Schon die Einwirkungsgroeszen wie Beobachtung, Kontrolle und Steuerung am Eingang eines durch Apparate vermittelten Vorgangs sind zeitab- haengig. Durch den technischen Prozess werden sie umgeformt. Am Ausgang eines wie auch immer gestalteten Maschine / Maschine- oder Mensch / Maschinesystems haben wir es wieder mit zeitabhaengigen Er- fahrungsgroeszen zu tun. Solche Prozesse kann man auch dynamische Prozesse nennen. Das mindeste, was Kuenstler und Ingenieure, die in solchen Prozessen engagiert sind, zu tun haben, ist, dafuer zu sorgen, dass die Umformung, die im Mittelteil des Prozesses stattfindet, mar-kante Unterschiede setzt zwischen den Einwirkungsgroeszen am Ein-gang und den Ergebnisgroeszen am Ausgang. Das waere wirksame Arbeit an der Schnittstelle, noch einmal: ihre Dramatisierung. #Gestaltete Zeit muss etwas von der Zeit zurueckgeben koennen, die das Leben den Ein-zelnen gestohlen hat.# Das ist einer der schoensten Gedanken Jean-Luc Godards zum Kino, der sich aber im Hinblick auf die technischen Me-dienwelten erweitern laesst. Schaffen die Medienaktiven die Transfor-mation nicht, ist die prozessierte Zeit vergeudete Zeit. Hinter die Faehig-keiten von Maschinen sollten wir nicht immer wieder zurueckfallen. "Wir irren des Nachts im Kreis umher und werden vom Feuer ver- zehrt", so beschrieb der Situationist Guy Debord die Taetigkeit des "Her-umstreunens", die er gegenueber der "Gesellschaft des Spektakels" als einzig wuerdevolle empfand. [23] Die ersten bekannten Zeitmesser der al-ten chinesischen Hochkultur waren labyrinthartig strukturierte, qua-dratische, laengliche oder runde Metallreliefs. In die Auslassungen wurde ein langsam zuendendes Pulver gestreut. Das Verbrennen des Pulvers im Labyrinth zeigte das Vergehen der Zeit an. Debord stellte sei-nen Koerper und seine Einbildungskraft als Material zur Verfuegung fuer die Messung der Zeit, in der er lebte. Was waere die Alternative eines zeitbewussten Handelns gegenueber der situationistischen, sich verzeh- 319 renden Identitaet? Theoretisch koennte sie darin bestehen, Feuer zu sein anstelle des verbrennenden Pulvers. Aber diese Position kann man nur dann einnehmen, wenn man Gott spielen will, da wir ja Teil des Stoffs sind, den die Zeit verbraucht. #Was wir tun koennen, ist, in den Rhyth-mus des Verbrennens, in seine Geschwindigkeit einzugreifen, seine Intervalle mit zu organisieren. Eingreifende Medienpolitik hiesze in die-ser Perspektive aktive Sorge um die Souveraenitaet des Verbrauchs von Zeit und ihrer Organisation. Verlustbereitschaft im Sinne der Verzeh-rung Debords und der Verschwendung Batailles scheint dabei eine not-wendige Voraussetzung zu sein.# #Verlust# ist aber dann keine Kategorie fataler Oekonomie, wenn es gelingt, ihn als #Bereicherung der Anderen# wirksam werden zu lassen. Andernfalls wuerde die Verzehrung religioes, die Verschwendung ideologisch. Und beide Haltungen hatten bereits verheerende Auswirkungen in der juengeren Geschichte. Die Bewegung in die Tiefenzeit medientechnischen Denkens und Operierens hat Protagonisten vorgefuehrt, die in unterschiedlichen his-torischen Konstellationen zur Transformation von Prozessen beitru-gen, indem sie vorhandenes Wissen und Kenntnisse buendelten, er-weiterten, durch ihre Zuspitzungen attraktiv kippen lieszen oder mutig riskantere Wege eroeffneten als diejenigen, die ihnen durch die etablier-ten Verhaeltnisse nahe gelegt wurden. In Anlehnung an eine Bezeich-nung, die Hoelderlin fuer Empedokles erfand, kann man sie auch als Kai-ros-Piloten bezeichnen. In je besonderer Weise haben sie demonstriert, dass der guenstige Moment nicht dazu da ist, um etwas fuer uns zu erle-digen, sondern dass er ergriffen werden muss. Die aus Philadelphia stammenden und in London lebenden Zwillinge "The Quay Brothers" inszenieren fuer das Kino und fuer das Theater. Ihre besondere Leidenschaft gilt der Beseelung von toten Materialien durch Techniken des Filmtricks. Nichts anderes bedeutet Animation. Mit einer einzigartigen poetischen Kraft durchstreifen sie in ihren Filmen verges-sene und verdraengte Orte, vornehmlich des oestlichen Mitteleuropa, sammeln Schriftzeichen, Schilder, weggeworfene Dinge, Artefakte, die von einer Resistenz des Alltaeglichen zeugen, Rhythmen und Melodien, die aus Zeitraeumen zu stammen scheinen, zu denen wir den Zugang verloren oder uns verstellt haben. Mit einer unvergleichlichen Sensibi- 320 litaet und virtuosen Praezision animieren sie die Fundstuecke und verbin-den sie mit ihrer Einbildungskraft zu minimalen Orgien augenblick-licher Sensationen. Eine ihrer Bewegungen fuehrte sie durch das ehe-mals zu Polen gehoerende Drohobycz. Eines ihrer fruehen Meisterwerke wurde "Street of Crocodiles" (1985), die eigenwillige filmische Inter-pretation der Kurzgeschichte "Die Krokodilgasse" aus den "Zimtlaeden" von Bruno Schulz. Sie ist filmische Kairos-Poesie _par excellence_. Un-scheinbare Nebenfigur dieses Films ist ein kleiner Junge. In den Hinter-zimmern der von geheimnisvollen Obsessionen, Mannequins und irrer Geschaeftigkeit durchdrungenen Laeden der Krokodilgasse sucht er nach gebautem Material, das seine draengende Neugierde und spielerische Lust befriedigen koennte. Rostige Schrauben winden sich wie von selbst aus schmutzbedeckten Bretterbohlen, wirbeln ueber sie hinweg und dre-hen sich an anderer Stelle wieder elegant in den Boden hinein. Der Junge stoppt die Bewegung einer der Schrauben, dreht sie gegen den Uhrzeigersinn aus dem Boden heraus und fuegt sie sorgfaeltig den uebri-gen lose gesammelten Gegenstaenden hinzu. Eine Figur aus Metallteilen mit einer trueben Gluehbirne als Kopf reibt eine eiserne Platte, die Glimm-draehte in der Birne leuchten kurz auf, der Junge faengt den Lichtstrahl mit einem Taschenspiegel ein und lenkt ihn als Energiebuendel zu einem mechanischen Affen, der sich dafuer mit einem heftigen, sofort wieder abbrechenden Trommelwirbel bedankt. Spaeter sieht man den Jungen mit der metallenen Gluehbirnenfigur an der Seite wieder. Er nimmt sie in den Arm und stuelpt ihr seine Muetze ueber den glaesernen Kopf --------------------------------------------------------------- | #Kuenstlerische Praxis in den Medienwelten ist eine Angele- | | genheit der Verschwendung. Ihre privilegierten Orte sind | | nicht Palaeste, sondern offene Laboratorien.# | --------------------------------------------------------------- Medienkunst ist ein seltsames Mixtum compositum. Einerseits bezeich- net die Verbindung nahe beieinander Liegendes. Jede kuenstlerische Praxis benoetigt Medien, um fuer andere sinnlich erfahrbar zu werden. Aber Medienkunst ist in den letzten Jahrzehnten auch als ein spezifi- sches Konzept kultureller Praxis entwickelt worden. In dieser Perspek- 321 tive enthaelt das Mixtum compositum weit auseinander Klaffendes. Es versucht zwei verschiedene Welten in einer zusammenzufuegen. Diese Verkoppelung hat in ihrem Ursprung auch strategischen Charakter, weniger fuer die Medien als fuer die Kunst. Aehnlich wie zuvor schon bei der _Filmkunst_ oder der _Videokunst_ sollte das Praefix den damit verbunde-nen neuen kuenstlerischen Praxen einerseits eine originelle Absetzung von den traditionellen ermoeglichen, andererseits beinhaltete die Ver-bindung mit der Kunst den Anspruch auf Teilhabe an einem historisch gewordenen Markt, an profilierten Verhaeltnissen der Distribution und des Diskurses. Der strategische Begriff der Medienkunst spitzte dies in-sofern noch zu, als das Praefix _Medien_ spaetestens seit Mitter der 1980er auf eine hohe politische und oekonomische Akzeptanz hoffen durfte. Die Gestaltbarkeit des Zukuenftigen wurde fest an die Medien gebunden. Das war zugleich einer der Gruende, warum die Ablehnung in den tradi-tionellen Institutionen der Kunst viel heftiger ausfiel als bei den vorher- gehenden medialen Konzepten. Die _Medien_ stehen in der Mischung fuer eine Reihe von Paradigmen, die nicht selbstverstaendlich mit der Kunst verbunden werden. Dazu ge-hoert das Gebot zum grenzenlos Populaeren. Die technischen Medien des ausgehenden 19. und des 20. Jahrhunderts adressierten nicht mehr die geschlossenen Benutzerkreise gesellschaftlicher Elitegruppen, sondern die Moeglichkeit, sozial, regional und national nicht spezifische Publika zu erreichen. Das Telefon, die Telegraphie, das Kino, Radio und Fern-sehen, Videorecorder oder _compact discs_ entstanden als Kulturtechni-ken, die weltweit funktionieren sollten. Die Tendenz zur Ueberschreitung jeglicher Grenzen ist ihnen als Auftrag eingeschrieben. Die telemati-schen Medien verstaerkten diese Tendenz noch einmal. Diejenigen, die sie benutzen, identifizieren sich selbst nicht mehr nur als Zuschauer und Zuhoerer. Vielmehr wurden sie Teilnehmer in einer globalen Veran-staltung, Mitspieler in einem Zusammenhang der Interaktion, den wir Kommunikation zu nennen gelernt haben. In dieser Welt haben wir es nicht mehr nur mit vereinzelten technischen Artefakten zu tun, son-dern mit zusammengesetzten technischen Sachsystemen und, in einem genaueren Sinn des Wortes, mit Technologie. #Es geht nicht mehr ledig-lich um einzelne Vergegenstaendlichungen und Artikulationsformen# 322 ======================================================================== Sie erhalten den n0name newsletter, weil sie da sind!/You get the n0name newsletter, because you are there! *Bitte weiterleiten!/Please forward!* Archiv: http://www.n0name.de/newsletr.html (c) 1999-2009 n0name, die Autorinnen & Autoren und die Maschinen Unterstuetzt von XPECT MEDIA http://www.xpect-media.de Sponsored by FONDS Dank an >top e.V. ------------------- Ende des n0name newsletter #139 --------------------